Hymermobil Fiat Ducato 290

Wir sind Mareen und Fabian und seit März 2019 leben wir in unserem Wohnmobil und reisen damit quer durch Europa. Unser Wohnmobil ist ein schickes Hymermobil von 1991. Für uns war es die optimale Basis, um mobil zu sein, nicht viel an dem Fahrzeug verändern zu müssen und trotzdem alles dabei zu haben, was man zum Leben so benötigt. Nachdem wir immer wieder Kleinigkeiten verändert haben, haben wir uns unser perfektes Zuhause geschaffen. Für uns ist es Wohnung, Auto und Büro in einem. Wir lieben die Natur und versuchen, unsere Reise so nachhaltig wie möglich zu gestalten. 

 


Die wichtigsten Daten zu unserem Hymermobil

Das Basisfahrzeug ist ein Fiat Ducato 290. Darauf sitzt ein Aufbau von Hymer aus dem Jahre 1991. Als wir den Camper vor zwei Jahren gekauft haben, befand er sich noch in seinem Original-Zustand. Da wir dauerhaft im Camper leben und reisen wollten, haben wir ein paar Anpassungen vorgenommen, um uns rundum wohlfühlen zu können. 

 

Eckdaten:

  • Fahrzeugbasis: Fiat Ducato 290
  • Aufbau: Hymermobil B564
  • Baujahr: 1991
  • Leistung: 70 kW / 95 PS
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 3,1 t
  • Maße (L/B/H): 5,63 / 2,22 / 2,75 m
  • Verbrauch: knapp 10 l/100 km
  • Optimale Reisegeschwindigkeit: 60 km/h

 

Ausstattung:

  • Hubbett 1,80 x 1,40 m
  • 2 Solarpanels mit je 130 W
  • 100 Ah LiFePo4-Batterie
  • Küche mit Spüle, Kühlschrank und zwei Flammen Gaskocher
  • Trockentrenntoilette
  • Separate Duschkabine
  • Drehbarer Beifahrersitz (ISRI)

Reisefahrzeug mit Charakter

Nach 14 Monaten, in denen wir nun in unserem Hymermobil leben, fühlen wir uns immer noch sehr wohl und können uns aktuell kein anderes Zuhause vorstellen. Unser Schüttelbert, wie wir ihn aufgrund seines Hangs dazu, sich während der Fahrt zu schütteln, liebevoll nennen, erzählt eine Geschichte. Er erzählt vom Retro-Style der 80er Jahre, von Sonnen- und Regentagen und natürlich von unserer Reise. Er ist kein schnieker Neuwagen und auch kein glänzender Oldtimer. Er wurde und wird als das genutzt, was er ist: Ein Zuhause auf Rädern.

Autarkie

Da wir uns nicht gerne auf Campingplätzen aufhalten, war es uns wichtig, dass wir möglichst autark sind. Wir haben einen 100-l-Frischwasser-Tank und einen 80-l-Abwasser-Tank, womit wir eine gute Woche auskommen. Über unsere Solarpanels tanken wir ausreichend Sonnenenergie, um damit unsere Handy, Laptops und ein paar weitere elektrische Geräte laden zu können. Ganz wichtig war uns auch ein Badezimmer. Ein Chemieklo kam für uns nicht infrage, deshalb haben wir eine Trockentrenntoilette eingebaut. Damit kommen wir viel länger aus, es riecht nicht, wir benötigen weder Chemie noch Wasser und können deutlich einfacher und sauberer entsorgen. Außerdem haben wir eine separate Duschkabine, sodass wir auch mitten in der Stadt duschen können. Im Winter freuen wir uns auch darüber, eine Heizung und einen Warmwasser-Boiler zu haben, die wir mit Gas betreiben können. Da wir den Winter aber am liebsten im warmen Süden verbringen, sind kommen wir auch mit zwei 11-kg-Gasflaschen, die in unser Gasfach passen, relativ lange aus.

Pech und Pannen

Vier Tage, nachdem wir auf unsere große Reise aufgebrochen waren, hatten wir mitten in Spanien eine Panne. Stinkend und qualmend sind wir an einem Stellplatz angekommen, die Kupplung war hinüber. Da beim Einbau der neuen Kupplung ein entscheidender Fehler gemacht wurde, sollte es nicht der letzte Kupplungswechsel gewesen sein. In Portugal entdeckten wir dann ein Leck im Kühlsystem, das wir – aus Ermangelung an Ersatzteilen – seitdem selbst regelmäßig flicken. Seitdem wir vor kurzem auch die Motorlager getauscht haben, ist sogar das Schütteln während der Fahrt verschwunden.

 

Den Hymer-Aufbau lieben wir sehr. Aber auch hier zeigte das Alter bereits seine Spuren und wir hatten die ein oder andere Undichtigkeit, die behoben werden musste. Wir haben es aber immer rechtzeitig entdeckt, sodass noch kein größerer Schaden entstanden ist.

 

Bei einem alten Fahrzeug wie unserem gibt es einfach immer etwas zu tun. Wir waren darauf eingestellt und haben auch ein entsprechendes Budget für Reparaturen und Ersatzteile einkalkuliert.

Nachhaltig reisen

Wir sind in unseren Camper gezogen, weil wir einen Weg gesucht haben, um auf nachhaltige Weise mehr von der Welt entdecken zu können. Durch die Solarenergie und die Trockentrenntoilette ist unser Camper schon ziemlich nachhaltig. Wir haben ihn außerdem nur mit gebrauchten und gefundenen Gegenständen renoviert und versuchen auch auf Reisen, möglichst nichts neu kaufen zu müssen. Dadurch sparen wir uns nicht nur Geld, sondern vor allem viel Müll. Die Reise ist außerdem eine tolle Gelegenheit, um Lebensmittel lokal und saisonal einzukaufen, Wir lieben es, uns auf den Märkten treiben zu lassen und uns mit dem frischen Obst und Gemüse in unserer Camper-Küche etwas Leckeres zuzubereiten.

 

Auf unserem Blog www.leise-reise.de befassen wir uns damit, wie man nachhaltiger im Camper leben kann, damit wir alle eine schöne Zeit in der Natur verbringen können, ohne ihr zu schaden. Es geht um Slow Food, Low Waste, achtsames Reisen und natürlich Camping-Tipps.

 

 

Leise Reise

Die Gelegenheit liegt auf der Straße

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